Was Flavonoide sind

Flavonoide sind Polyphenole, die Pflanzen vor allem ihre Farbe verleihen, der Name stammt vom lateinischen „flavus“ für gelb. Über 6.000 verschiedene Flavonoide sind bekannt. In der Natur schützen sie Pflanzen vor UV-Strahlung, wehren Krankheitserreger ab und locken Bestäuber an. Zu den Untergruppen zählen unter anderem Flavone, Flavanole, Flavanone, Anthocyanidine und Isoflavone.

Flavonoide in der Ernährung

Flavonoide kommen in Obst, Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchten, Tee und Wein vor, etwa in Zitrusfrüchten, Petersilie, Kakao, schwarzem Tee, Beeren und Äpfeln. Sie werden auch in Arzneimitteln, Kosmetika und Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt. Studien deuten auf antioxidative und gerinnungshemmende Eigenschaften hin, die möglicherweise vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose und Thrombose schützen können.

Cannaflavine, einzigartig für Cannabis

Cannabis produziert über 20 verschiedene Flavonoide, darunter drei, die ausschließlich in der Cannabispflanze vorkommen: Cannaflavin A, B und C. Sie finden sich in Blättern, Blüten und Stängeln, nicht aber in Wurzeln oder Samen. Faktoren wie Höhenlage, Temperatur, Licht und Luftfeuchtigkeit beeinflussen, wie viel davon gebildet wird.

Mögliche Eigenschaften

Cannaflavine zeigten in Untersuchungen entzündungshemmende Eigenschaften, indem sie an Entzündungsprozessen beteiligte Prostaglandine hemmen. Tierstudien deuten zudem darauf hin, dass Cannaflavin B das Wachstum von Tumorzellen verlangsamen könnte. Klinische Studien am Menschen stehen dazu allerdings noch weitgehend aus, Flavonoide gelten als vielversprechender, aber noch wenig erforschter Baustein des Entourage-Effekts.

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